Case Study
Heißzerspanung von Stahl
Verfahrensentwicklung für die metallverarbeitende Industrie
Kunde
Zeitraum
Unsere Leistungen
- Verfahrensentwicklung
- Projektmanagement
- Versuchsplanung und -durchführung
- Benchmark-Analyse
- Industriekooperationen
Das Ziel
Am Standort eines Schmiedewerkes bestand die Aufgabe, einen neues Verfahren für die Zerspanung von Stahl im „heißen“ Zustand zu entwickeln. Branchenüblich ist ein Brennschnitt unmittelbar nach dem Schmieden gefolgt von einem Sägeschnitt im „kalten“ Zustand, zum Entfernen der gebrannten Oberfläche. Ziel des neuen Verfahrens war es den Brennvorgang zu eliminieren, Durchlaufzeiten zu erhöhen und Produktionskosten zu senken.
Die Entwicklung wurde in Kooperation mit zwei renommierten Industriepartnern durchgeführt.
Im Projekt wurden folgende Schritte umgesetzt:
Rapid Prototyping und Initialversuche zur Beurteilung der Machbarkeit der Heißzerspanung
Kontinuierliche Optimierung der Anlage und der Zerspanungswerkzeuge
Up-Scale der gesägten Abmessungen bis zu einer Breite von 800 mm
Systematische Ermittlung der Betriebsfenster für die Heißzerspanung
Automatisierung und Aufbau einer Überwachungssensorik
Das so entstandene Heißzerspanungsverfahren hat das Potenzial in weiteren Umformprozessen eingesetzt zu werden.
Die ersten Versuche zeigten schnell, dass es grundsätzlich möglich ist Stahl im heißen Zustand zu sägen. Im Temperaturbereich zwischen 700 – 300°C konnten zudem signifikante Leistungssteigerungen im Sägeprozess nachgewiesen werden. Je nach Stahl und Temperatur lag die Sägeleitung bis zu 100% über der im kalten Zustand. Dadurch kann die Durchlaufzeit um ca. 10% erhöht werden. Das Kosteneinsparpotenzial des Betriebs liegt je nach Auftragseingang, Material- und Energiekosten bei 500 – 1000 k€/Jahr.
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